Das Kolosseum

  • Baujahr: 80 n. Chr.
  • Kontinent: Europa
  • Epoche: Antike

Reisebericht

Zwischen den gewaltigen Bögen des Kolosseums wird die Geschichte des antiken Roms plötzlich greifbar. Genau dort kann der Mittelpunkt deiner Reise liegen. Für den Besuch des Kolosseums solltest du ungefähr drei Stunden einplanen. Nur deshalb nach Rom zu fliegen, lohnt sich allerdings kaum – denn die Stadt und ihre Umgebung haben noch sehr viel mehr zu bieten.

Wir haben unseren Besuch deshalb zu einer viertägigen Reise erweitert: zwei Tage in Rom, einen Tag in Neapel und einen Tag in Pompeji. In unserem Reisevorschlag zeigen wir dir, wie wir die vier Tage geplant haben, welche Orte sich gut miteinander verbinden lassen und was du für deine eigene Reise wissen solltest. Passe diesen Vorschlag gerne an deine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse an.

Zur besseren Orientierung haben wir eine interaktive Karte für dich erstellt. Dort kannst du dir die gesamte Route oder jeden Reisetag einzeln anzeigen lassen. So behältst du alle Stationen im Blick und kannst deine Zeitplanung leichter anpassen.

Interaktive Reiseroute wird geladen, sobald du hierher scrollst …

Tag 1 – Anreise und erster Abend in Rom

Rom ist von vielen größeren deutschen Flughäfen direkt erreichbar. Je nach Abflugort dauert der Flug ungefähr eine Stunde und 40 Minuten bis zwei Stunden. Wenn du die Wahl hast, solltest du möglichst morgens fliegen. So bleibt nach der Ankunft noch genügend Zeit für den Weg zum Hotel und einen ersten entspannten Abend in Rom.

✓ TIPP

Achte bei der Flugbuchung genau darauf, welches Gepäck in deinem Tarif enthalten ist. Ein Rucksack, der den erlaubten Maßen entspricht, kann zusätzliche Gepäckkosten sparen.

Vom Flughafen Rom-Fiumicino gelangst du am einfachsten mit dem Leonardo Express ins Zentrum. Der Zug fährt ohne Zwischenstopp zum Hauptbahnhof Roma Termini, benötigt dafür 32 Minuten und fährt normalerweise alle 15 Minuten. Eine einfache Fahrt kostet derzeit 14 Euro. Die Bahnstation befindet sich direkt auf dem Flughafengelände und ist von den Terminals aus gut ausgeschildert. Dein Ticket kannst du vorab online oder am Flughafen am Schalter beziehungsweise Fahrkartenautomaten kaufen.

Beschilderung zum Bahnhof und Leonardo Express am Flughafen Rom-Fiumicino
Der Bahnhof befindet sich direkt im Flughafen Fiumicino. Folge nach der Landung der Beschilderung „Train" beziehungsweise „Treni".

Ein Taxi bringt dich zwar direkt zu deiner Unterkunft, ist aber deutlich teurer.

⚠ ACHTUNG

Ein Mietwagen lohnt sich für die Tage in Rom nicht. Parkplätze sind knapp und teuer, außerdem gelten in großen Teilen der Innenstadt verkehrsbeschränkte Zonen.

Wenn du unserem Reisevorschlag folgst, reicht es deshalb, den Mietwagen erst am dritten Tag für die Weiterfahrt nach Neapel abzuholen.

Liegt deine Unterkunft nicht in der Nähe von Termini, kann statt des Leonardo Express auch die Regionalbahn FL1 sinnvoll sein. Sie hält an mehreren Bahnhöfen innerhalb Roms. Welche Verbindung besser passt, hängt daher von der Lage deines Hotels ab.

Nach der Ankunft in Rom geht es zunächst zum Hotel und anschließend direkt auf einen ersten Rundgang. Wir begannen unseren Abend am Trevi-Brunnen, liefen von dort zur Spanischen Treppe und kehrten später noch einmal zum beleuchteten Brunnen zurück. Beide Sehenswürdigkeiten liegen weniger als einen Kilometer voneinander entfernt und lassen sich sehr gut zu Fuß verbinden.

✦ UNSER TIPP

Besuche den Trevi-Brunnen am frühen Abend und kehre nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal zurück. Beleuchtet entwickelt er eine ganz andere Atmosphäre.

Auf dem Weg vom Trevi-Brunnen zur Spanischen Treppe lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Piazza Barberini mit dem Tritonbrunnen von Bernini. Direkt daneben, an der Via Veneto, liegt der Eingang zur Kapuzinergruft (Cripta dei Cappuccini) – sechs kleine Kapellen, in denen die Gebeine von rund 4.000 Kapuzinermönchen zu kunstvollen Ornamenten und ganzen Mönchsfiguren angeordnet sind. Ein ungewöhnlicher, aber sehenswerter Kontrast zum übrigen Abendprogramm.

⚠ ACHTUNG

In der Kapuzinergruft ist Fotografieren strikt verboten – deshalb stammt das folgende Bild nicht aus unserer eigenen Reise.

Innenraum der Kapuzinergruft in Rom mit Knochenverzierungen und Mönchsfiguren
In sechs kleinen Kapellen sind die Gebeine von rund 4.000 Kapuzinermönchen zu kunstvollen Ornamenten arrangiert. Foto: © Anil Öztas, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Gerade am Abend entwickelt Rom eine besondere Atmosphäre: Die Temperaturen werden angenehmer, die Bauwerke sind beleuchtet und du bekommst bereits am ersten Tag einen Eindruck von der Stadt, ohne ein volles Besichtigungsprogramm absolvieren zu müssen.


Tag 2 – Vatikan, Kolosseum und Forum Romanum

Der zweite Tag ist der umfangreichste unserer Reise. Beginne deshalb möglichst früh und buche die Eintrittskarten für die Vatikanischen Museen und das Kolosseum bereits vor deiner Reise. Da beide Besuche an feste Zeitfenster gebunden sind, solltest du zwischen ihnen ausreichend Zeit für den Weg, eine Pause und mögliche Wartezeiten einplanen.

Wir begannen den Morgen mit einem kurzen Abstecher zur Piazza del Popolo und liefen anschließend in Richtung Vatikan. Wenn du den Tag etwas ruhiger gestalten möchtest, kannst du auf diesen Zwischenstopp verzichten und direkt zu den Vatikanischen Museen fahren.

Piazza del Popolo mit Obelisk und Zwillingskirchen in Rom
Die Piazza del Popolo eignet sich für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg zum Vatikan.

Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle

Die Vatikanischen Museen gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Roms. Für den Rundgang solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Die Sixtinische Kapelle ist Bestandteil des Museumsrundgangs und kann nicht separat besichtigt werden.

Der reguläre Eintritt kostet derzeit 20 Euro. Bei einer Reservierung über die offizielle Internetseite kommen 5 Euro Reservierungsgebühr hinzu. Diese Reservierung lohnt sich trotzdem, weil du damit ein festes Zeitfenster erhältst und die Warteschlange für Besucher ohne Reservierung umgehst.

⚠ ACHTUNG

Kaufe deine Eintrittskarten ausschließlich über die offizielle Seite der Vatikanischen Museen. Zahlreiche ähnlich aussehende Vermittlerseiten verlangen deutlich höhere Preise. Für den Besuch gelten außerdem Bekleidungsvorschriften: Schultern und Knie sollten bedeckt sein.

Innenansicht der Vatikanischen Museen in Rom
Für die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen.

Wenn du zusätzlich den Petersdom besuchen möchtest, musst du weitere Zeit einplanen. Der Eintritt in die Basilika ist grundsätzlich kostenlos, vor dem Eingang findet jedoch eine Sicherheitskontrolle statt, an der längere Wartezeiten entstehen können. Der Petersdom und die Vatikanischen Museen besitzen unterschiedliche Besuchereingänge.

Petersdom und Petersplatz im Vatikan
Der Petersdom kann kostenlos besucht werden, besitzt aber einen eigenen Eingang mit Sicherheitskontrolle. Foto: Monica Violante, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vom Vatikan zum Kolosseum

Vom Vatikan erreichst du das Kolosseum am einfachsten mit der Metro. Dabei musst du einmal umsteigen und solltest einschließlich der Fußwege ungefähr 30 bis 40 Minuten einplanen. Nutze die Fahrt auch für eine kurze Pause, denn der Besuch des Kolosseums, des Forum Romanum und des Palatin wird noch einmal mehrere Stunden dauern.

Eintrittskarten für das Kolosseum

Für das Kolosseum gibt es unterschiedliche Ticketvarianten. Das Standardticket kostet derzeit 18 Euro und umfasst den regulären Besuch des Kolosseums sowie jeweils einen Eintritt in das Forum Romanum und auf den Palatin. Der Eintritt ins Kolosseum ist an ein festes Zeitfenster gebunden.

Wenn du mehr sehen möchtest, ist das Full-Experience-Ticket für derzeit 24 Euro interessanter. Es ist zwei aufeinanderfolgende Tage gültig und wird in verschiedenen Varianten angeboten. Je nach gewähltem Ticket erhältst du zusätzlichen Zugang zur Arena, zu den oberen Bereichen oder zum Hypogäum unterhalb der Arena.

⚠ ACHTUNG

Achte bei der Buchung genau auf den Namen und den enthaltenen Zugang. Nicht jedes Full-Experience-Ticket umfasst automatisch das Hypogäum. Kaufe möglichst über den offiziellen Ticketshop des Archäologischen Parks und nicht über deutlich teurere Vermittler.

Lohnt sich das Hypogäum?

Unter der Arena befindet sich das Hypogäum – ein verzweigtes System aus Gängen und Kammern. Hier warteten Gladiatoren und Tiere auf ihren Auftritt. Über Aufzüge, Rampen und Falltüren gelangten sie von unten direkt in die Arena.

Heute kannst du durch Teile dieser unterirdischen Anlage gehen und die erhaltenen Gänge sowie Spuren der damaligen Bühnentechnik aus nächster Nähe sehen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von unten in Richtung Arena. Das Hypogäum ist allerdings nur mit einer entsprechenden Full-Experience-Eintrittskarte und im Rahmen eines geführten Zugangs zugänglich.

Gänge und Mauern im Hypogäum unter der Arena des Kolosseums
Unter der Arena lagen Gänge, Kammern und technische Anlagen für die Veranstaltungen im Kolosseum.

Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Für den gesamten Besuch des Kolosseums solltest du ungefähr drei Stunden einplanen. Dazu gehören die Sicherheitskontrolle, die Orientierung vor Ort, der Rundgang und ausreichend Zeit zum Fotografieren. Mit Arena oder Hypogäum kann der Besuch entsprechend länger dauern.

Forum Romanum und Palatin sind in den regulären Kombitickets enthalten, benötigen aber zusätzliche Zeit. Wenn du alle drei Bereiche ohne Eile besuchen möchtest, solltest du insgesamt mindestens einen halben Tag reservieren.

Die besten Zeiten und Fotostandorte

Für Außenaufnahmen lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen, bevor die großen Besuchergruppen eintreffen. Rund um den Sonnenaufgang ist der Platz deutlich leerer und das Licht weicher. Kurz vor Sonnenuntergang leuchtet der Travertin besonders warm; nach Einbruch der Dunkelheit wird das Kolosseum außerdem eindrucksvoll beleuchtet.

Einen erhöhten Blick auf das gesamte Bauwerk hast du vom Bereich des Colle Oppio und von der Via Nicola Salvi oberhalb der Metrostation Colosseo. Gute Aufnahmen aus größerer Entfernung gelingen außerdem entlang der Via dei Fori Imperiali. Im Inneren bieten die oberen Besucherebenen einen besonders guten Blick auf die Arena und das Hypogäum.

✦ UNSER TIPP

Komm für Außenaufnahmen ein zweites Mal am frühen Morgen oder nach Einbruch der Dunkelheit zurück. Dann musst du deinen gebuchten Besichtigungstermin nicht mit der Suche nach dem besten Licht verbinden.

Forum Romanum und Palatin

Direkt neben dem Kolosseum liegen das Forum Romanum und der Palatin. Im Forum befand sich das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum des antiken Roms. Vom Palatin hast du einen weiten Blick über das Forum und Teile der heutigen Stadt.

Wir erreichten den Eingang damals nur wenige Minuten vor dem letzten Einlass. Dadurch war es auf dem Gelände bereits deutlich ruhiger, allerdings blieb uns auch nur wenig Zeit. Plane den Besuch deshalb nicht zu knapp und informiere dich vorher über den jahreszeitlich wechselnden letzten Einlass.

Blick über die Ruinen des Forum Romanum in Rom
Vom Palatin und den erhöhten Wegen öffnet sich der Blick über das Forum Romanum.

Für die Wege an diesem Tag benötigst du keinen Mietwagen. Piazza del Popolo und der Vatikan lassen sich je nach Ausgangspunkt zu Fuß oder mit der Metro erreichen. Vom Vatikan gelangst du ebenfalls mit der Metro zum Kolosseum. Forum Romanum und Palatin liegen direkt daneben und werden zu Fuß besucht.


Tag 3 – Ein letzter Vormittag in Rom und weiter nach Neapel

Bevor du Rom verlässt, lohnt es sich, noch einmal früh aufzustehen. Am Morgen zeigt sich die Stadt von einer ganz anderen Seite: Die Straßen sind ruhiger und selbst beliebte Orte wie die Spanische Treppe lassen sich mit etwas Glück beinahe ohne Menschen erleben. Anschließend kannst du durch die noch angenehm leeren Gassen bis zum Pantheon spazieren und dort den letzten römischen Kaffee dieser Reise genießen.

✓ TIPP

Lass dein Gepäck nach dem Auschecken noch im Hotel. So kannst du den Vormittag unbeschwert verbringen und holst deine Koffer erst ab, bevor es weiter nach Neapel geht.

Menschenleere Spanische Treppe am frühen Morgen in Rom
Früh am Morgen gehört Rom für einen kurzen Moment fast dir allein.

Mit dem Mietwagen nach Neapel

Den Mietwagen brauchst du erst ab heute. Während deiner Tage in Rom wäre er wegen des dichten Verkehrs, der wenigen Parkplätze und der Zufahrtsbeschränkungen eher eine Belastung gewesen. Wenn du den Wagen wie wir in der Nähe des Flughafens Fiumicino übernimmst, gelangst du mit dem Leonardo Express wieder bequem dorthin.

Von Fiumicino führt die Strecke über die Autobahn A1 in Richtung Neapel. Für die reine Fahrt solltest du ungefähr zweieinhalb bis drei Stunden einplanen. Zusammen mit der Zugfahrt zum Flughafen, der Mietwagenübernahme, einer Pause und möglichem Verkehr können daraus allerdings schnell dreieinhalb bis vier Stunden werden.

✦ UNSER TIPP

Übernimm den Mietwagen möglichst erst am Ende deines Aufenthalts in Rom. Dadurch sparst du mehrere Tage Mietkosten und musst dich nicht mit der Parkplatzsuche oder den verkehrsberuhigten Zonen der Innenstadt beschäftigen.

Ankommen in Neapel

Wir haben im Palazzo Magnocavallo B&B übernachtet. Die Unterkunft liegt mitten im historischen Zentrum und nur wenige Gehminuten von der Metrostation Toledo entfernt. Dadurch konnten wir das Auto nach der Ankunft stehen lassen und Neapel zu Fuß erkunden.

Nach der Fahrt solltest du dir für den Abend nicht mehr zu viel vornehmen. Ein Spaziergang durch die lebhaften Gassen des historischen Zentrums, das Spanische Viertel oder bis zur Uferpromenade reicht vollkommen aus, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Neapel wirkt lauter und chaotischer als Rom, besitzt aber gerade deshalb eine ganz eigene Atmosphäre.

⚠ ACHTUNG

Rund um das historische Zentrum gibt es mehrere verkehrsbeschränkte Zonen, die sogenannten ZTL. Fahre deshalb nicht einfach nach Navigation bis vor deine Unterkunft. Kläre vorher, ob dein Hotel innerhalb einer ZTL liegt und welche Garage du ohne Zufahrtsverstoß erreichen kannst. Die Bereiche und Zugangszeiten können sich ändern – prüfe sie vor der Reise auf der offiziellen Seite der Stadt Neapel.

Kleiner Hafen mit Booten bei Nacht in Neapel
Nach einem letzten Vormittag in Rom endet der dritte Reisetag zwischen den lebhaften Gassen und Lichtern Neapels.

Auf unserer interaktiven Karte kannst du sowohl die letzten Stationen in Rom als auch die anschließende Fahrt nach Neapel verfolgen. So erkennst du auf einen Blick, welche Wege an diesem Tag vor dir liegen und wie viel Zeit du für den Wechsel zwischen beiden Städten einplanen solltest.


Tag 4 – Pompeji und Rückflug

Am letzten Morgen führt die Reise von Neapel nach Pompeji. Die Ausgrabungsstätte liegt rund 25 Kilometer entfernt und ist mit dem Auto je nach Verkehr in etwa 30 bis 45 Minuten erreichbar. Starte möglichst früh, damit du genügend Zeit für Pompeji hast und später ohne unnötigen Zeitdruck zum Flughafen fahren kannst.

Direkt an der Ausgrabungsstätte gibt es keinen offiziellen Besucherparkplatz des Archäologischen Parks. Rund um die Eingänge findest du jedoch kostenpflichtige öffentliche und private Parkplätze. Entscheide deshalb am besten vorher, welchen Eingang du nutzen möchtest, und wähle danach den passenden Parkplatz aus.

Unterwegs durch die antike Stadt

Pompeji ist wesentlich größer, als es auf Bildern wirkt. Zwischen dem Forum, den Tempeln, Wohnhäusern, Thermen, Werkstätten und dem Amphitheater kannst du problemlos einen ganzen Tag verbringen. Für einen ersten Rundgang solltest du mindestens drei Stunden einplanen – vier bis fünf Stunden sind deutlich entspannter.

Besonders eindrucksvoll sind die erhaltenen Straßen mit ihren hohen Trittsteinen, die farbigen Wandmalereien in den Wohnhäusern und die Gipsabdrücke der Menschen, die beim Ausbruch des Vesuvs ums Leben kamen. An diesen Stellen wird aus der Geschichte plötzlich das Schicksal einzelner Menschen.

✦ UNSER TIPP

Lade dir bereits vor dem Besuch den offiziellen Geländeplan herunter und markiere die Orte, die du unbedingt sehen möchtest. Versuche nicht, jede Straße und jedes Gebäude abzulaufen – dafür ist Pompeji an einem halben Tag einfach zu groß.

✓ TIPP

Trage feste und bequeme Schuhe. Die antiken Straßen bestehen aus unebenen Steinen und können über mehrere Stunden anstrengend werden. Im Sommer solltest du außerdem ausreichend Wasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung mitnehmen, da es auf dem Gelände nur wenig Schatten gibt.

Eintrittskarten und Fotografieren

Die Eintrittskarten für Pompeji sind personalisiert und die tägliche Besucherzahl ist begrenzt. Kaufe dein Ticket deshalb möglichst vorab über den offiziellen Ticketverkauf des Archäologischen Parks und nimm ein Ausweisdokument mit.

Private Fotos und Videos sind erlaubt, allerdings ohne Blitz und Stativ. Die schönsten Aufnahmen gelingen am frühen Vormittag, wenn das Licht noch weicher ist und sich weniger Besucher auf den Hauptwegen befinden.

Von Pompeji zurück zum Flughafen

Nach dem Besuch geht es mit dem Mietwagen zurück zum Flughafen Rom-Fiumicino. Die Strecke ist rund 250 Kilometer lang und dauert ohne größere Verzögerungen ungefähr zweieinhalb bis drei Stunden. Dazu kommen eine mögliche Pause, das Tanken, die Rückgabe des Mietwagens und der Weg vom Mietwagenzentrum zum Terminal.

⚠ ACHTUNG

Verlasse Pompeji spätestens sechs Stunden vor dem Abflug. Bei starkem Verkehr oder Problemen bei der Mietwagenrückgabe kann selbst dieser Zeitpuffer knapp werden. Liegt dein Rückflug nicht am späten Abend, ist eine zusätzliche Übernachtung in Rom oder in Flughafennähe die deutlich entspanntere Lösung.

Auf unserer interaktiven Karte siehst du die Fahrt von Neapel nach Pompeji, die Lage der Ausgrabungsstätte und die anschließende Strecke zurück zum Flughafen. Damit kannst du besonders den zeitkritischen letzten Reisetag besser planen.

Weitere Ziele für deine nächste Zeitreise findest du auf unserer Zeitreisen-Übersicht.

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